Evangelium zum 17. Sonntag im Jahreskreis Joh 6,1-15

 

Jesus ging an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tiberias heißt. Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe. Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philippus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele? Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer. Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt geworden war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verdirbt! Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Brocken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren. Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da erkannte Jesus, dass sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.

Echt cool

Manche meinen, die Evangelien seien Geschichten von klugen Fälschern der Kirche. Dazu diese wahre Begebenheit:

Francesco trat 1860 ins Oratorium Don Boscos ein. Dem 15-jährigen gefiel die bescheidene Lebensweise nicht. Am Tag seiner Abreise nach Hause wird Don Bosco informiert, es seien nicht mehr genügend Brote da. Der Bäcker liefere nicht mehr ans Haus wegen der Schulden von 10.000 Lire. Don Bosco gibt Anweisung, man solle alles noch Vorhandene in einem Korb zur Tür bringen, wo gewöhnlich jeder der über 300 Buben sein Brot bekam. Francesco beobachtet nun genau, was geschieht. Er bekommt zuerst sein Brot und sieht im Korb noch höchstens 20 Brote. Don Bosco teilt persönlich aus. Alle bekommen ein Brot und am Ende ist der Korb nicht leer. Es wurde weder Brot nachgereicht, noch ein anderer Korb herbeigebracht. Francesco Dalmazzo ist überwältigt und will bleiben. Ohne das selbsterlebte Wunder hätte er das Oratorium verlassen. So aber wurde er später Generalprokurator der Salesianer bei den römischen Behörden.

 

© Diakon Christoph Mittermair (2018)            

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Kategorien: Allgemein

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